Wandern

Das Kleinwalsertal – Über unsere liebste Wanderregion

Sehr lange dachten wir darüber nach, wo wir unseren Wanderurlaub verbringen sollten. Am Ende haben wir uns für das Kleinwalsertal entschieden. Wir lasen, dass es als eine der schönsten Sackgassen der Welt bezeichnet wird und dass man die Reise nicht bereue. „Sackgasse klingt gut“, dachten wir uns, „Da gibt es keinen Druchgangsverkehr.“ Das gab uns den letzten Anstoß für unseren ersten Walsertalbesuch.

Das Kleinwalsertal bezeichnet eine relativ große Region, die nicht in Deutschland, sondern in dem österreichischen Vorarlberg liegt. Das Tal kann man über die Nachbargemeinde Oberstdorf, die sich in Bayern befindet, erreichen. Das ist auch der Grund, wieso Kleinwalsertal eine Art Sackgasse ist.

Das Tal ist von München ca. zwei Stunden Autofahrt entfernt. Damit eignet es sich bestens für die Süddeutschen, die eine Erfrischung und Erholung in den heißen Sommertagen suchen. Auch für diejenigen, die nicht aus Deutschland kommen, bietet dieser Ort eine Art Schlupfloch, wo man sich perfekt ausruhen kann.

Ich wüsste nicht, wo ich sonst schon einmal so viel Grün gesehen hätte, wie im Kleinwalsertal. Wo immer man hinschaut, erfrischt einen diese Farbe. Auf den Wiesen grasen die Kühe und man kann hier unzählige Blumen und verschiedene Tierarten entdecken, immer begleitet von dem allgegenwärtigen Grün, dass die Augen entspannt. Im Winter, so sagte man uns, soll es genauso attraktiv sein. Ich für meinen Teil bevorzuge aber den Sommer, da man viel mehr sehen und erleben kann.

Das Besondere am Kleinwalsertal ist gerade die Tatsache, dass seine Besiedlungsgeschichte schon 700 Jahre in die Vergangenheit rückt. Das beweisen beispielsweise verschiedene Überreste, die aus den alten Zeiten zurückgeblieben sind. Dazu gehört der urigen Holztisch auf dem Widderstein. Er ist ca. 400 Jahre alt, übersät von zahllosen Schnitzereien und Einkerbungen, die vermutlich von all den Besuchern stammen, die schon einmal an diesem Tisch saßen. Damit ist der Tisch selbst ein greifbares Stück Geschichte und definitv sehenswert.

Das Gute am Kleinwalsertail ist seine relativ einfache Geographie. Es braucht nicht lang, um sich mit ihr vertraut zu machen und sich in der Gegend auszukennen. Auch wenn man nur über das Wochenende da ist, kann man sich schnell einen Überblick über die Region verschaffen und in kurzer Zeit einen Plan für verschiedene Sehenswürdigkeiten oder eine Wanderroute schmieden.

Guides mit Karten, Routen und Informationen über Sehenswürdigkeiten erhält man übrigens wie gewohnt bei der Touristen-Information oder aber im Netz zum Beispiel bei komoot.de oder outdooractive.com.

Der Ort bietet viele verschiedene Möglichkeiten, seine Freizeit zu verbringen. Das Wandern ist dabei wohl bei Weitem der beliebteste Zeitvertreib der Tal-Besucher. Das Tal bietet aber auch Aktivität für solche, die dem Wandern weniger zugetan sind. So kann man beispielsweise den Klettersteig erforschen, sein Glück im Casino suchen und oder aber mit dem e-Bike die Gegend erforschen.

Besonders aber bietet dieser Ort für diejenigen am meisten Möglichkeiten, die ihre Zeit gerne im Freien verbringen. Gerade das Wandern durch die Berge bereitet Spaß und Erholung. Die Luft ist rein und man kann fern des stressigen Alltags einmal richtig durchatmen und die Augen in dieser malerischen Landschaft in die Ferne schweifen lassen.

Zu den besonders populären Orten zum Wandern gehört der Alpsee, ein beliebter Ort um ein paar Erinnerungsfotos zu schießen. Ein weiters beliebtes Touristen-Ziel ist die Kanzelwand. Sie verfügt über eine Seilbahn, die von Riezlern aus fährt und mit der man die Wand gut besichtigen kann.

Wer lieber selber klettert, auf den warten diverse Klettersteige. Für Kletterer und die eher Abenteurlustigeren ein absolutes Muss! Einer der Steige ist der Walsersteig und ist eher für Anfänger geeignet. Der zweite Klettersteig, der so genannte Zweiländer-Sportklettersteig, ist eher etwas für erfahrenere Kletter oder solche, die nach einer Herausforderung suchen.

Will man dann abends den Tag in Ruhe ausklingen lassen, dann kann man das z.B. bei einem kühlen Bier auf der Bergstation des Walmendingerhorn.